post-title Lösungsorientierte Kommunikation im Unternehmen https://www.tdt-vs.com/wp-content/uploads/Lösungsorientierte-Kommunikation-im-Unternehmen-2.jpg 2017-02-16 08:35:58 yes no Gepostet von: Kategorien: Teams optimieren, Wissenswerkstatt

Lösungsorientierte Kommunikation im Unternehmen

Lösungsorientierte Kommunikation im Unternehmen

Innerbetriebliche Kommunikation wird immer wichtiger. Der Wert von Informationen steigt in einer Informationsgesellschaft. Gleichzeitig wird die Zeit, in Ruhe „gute“ Kommunikation zu betreiben, immer geringer. Gute Kommunikation ist maßgeblich für den Unternehmenserfolg.

Mit der Größe des Unternehmens nehmen die Herausforderungen und der Aufwand für die Umsetzung guter Kommunikation stetig zu. Bei zahlreichen sehr erfolgreichen Unternehmen konnten wir feststellen, dass der Erfolg, d.h. das Wachstum des Unternehmens, zugleich die Ursache für kommunikative Missverständnisse wurde. Die Fähigkeit „gute“ Kommunikation zu betreiben, wuchs nicht in dem Ausmaß, wie der wirtschaftliche Erfolg.

Klappt die interne Kommunikation, trägt sie, neben der wichtigen, vordergründigen wirtschaftlichen Auswirkung, wesentlich zu Zufriedenheit und Motivation bei. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind leistungsbereiter, stehen dem Unternehmen loyal gegenüber und identifizieren sich mit ihm. Das wirkt sich ebenfalls positiv auf die Mitarbeiterbindung und letztendlich auf die Erreichung der Unternehmensziele aus.

Lösungsorientierte Kommunikation im UnternehmenInnerbetriebliche Kommunikation muss einige Anforderungen erfüllen:

Erster und wichtigster Grundsatz muss sein, dass sie der Lösung von betrieblichen Aufgabenstellung dient. Natürlich sind Nebengespräche über Privates erwünscht, auch hilfreich, aber vordringliches Ziel ist es, gemeinsam Ziele zu erreichen.

Ein zweiter Grundsatz ist, dafür zu sorgen, dass ausreichend Kommunikation betrieben werden kann. Gibt es Besprechungen? Gibt es „Übergaben (=> Schichtdienste)? Gibt es Nachbesprechungen bei Projekten?

Auch die Kommunikation von oben nach unten muss so kanalisiert werden, dass es keine „Besserwisser“ gibt. Umgekehrt, wie bekommt die Geschäftsführung „Stallgeruch“? Beides drückt neben dem reinen Informationsgehalt auch Wertschätzung aus. Der Zeitfaktor spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, wie schnell bekommt jemand die nötigen Infos?

Die Frage der Ehrlichkeit bei Kommunikation ist ein weiterer Faktor. Keine Informationen weiterleiten, ist die eine Sache, falsche oder unzureichende Informationen weitergeben und wichtige zurückhalten die andere. Denn Intransparenz führt im Betrieb zu Vermutungen, Gerüchten und Vertrauenseinbußen. Mitarbeiter reimen sich dann selbst etwas zusammen.

Zu „falschen“ Informationen zählen auch nicht abgestimmte Infos von verschiedenen Ebenen. Welcher „Wahrheit“ aus welchem Büro soll der Mitarbeiter Glauben schenken? Ist das, was in Firmenprospekten oder Presseartikeln steht für Mitarbeiter verständlich und klar?

Die Kommunikation darf nicht eindimensional verlaufen. Allein mit der Weitergabe an Informationen ist es nicht getan. Eine für beide Seiten gewinnbringende Kommunikation findet immer in Form eines Dialoges statt. Wird mit den Mitarbeitern so gesprochen, dass sie ermutigt werden, Feedback zu geben? Will überhaupt jemand Feedback? Welche Instrumente werden genutzt, um lösungsorientierte Kommunikation zu betreiben?

Oft höre ich, wir machen doch Betriebsversammlungen, wieso sagt denn da niemand etwas? Wer traut sich schon im Kreise von 100 Kollegen den Mund aufzumachen? Und was würde dabei heraus kommen? Es kommt also wesentlich darauf an, die richtigen organisatorischen Voraussetzungen für gute Kommunikation zu schaffen. Gibt es Mitarbeitergespräche, Abteilungsbesprechungen, Projektbesprechungen, die es erlauben, auch die Sicht der Mitarbeiter zu dokumentieren?

Ein weiterer Grundsatz für gute Kommunikation ist, Informationen so weiterzugeben, dass der Adressat die Infos auch versteht, bzw. in der vorgesehenen Zeit rezipieren kann. Gut aufbereitete Präsentationen, denen einen keine Zahlenkolonnen erschlagen, sind Voraussetzung für gutes Verstehen.

Werden die richtigen Kanäle genutzt? Mail ist eben nicht für alle Informationsarten geeignet. Werden die Tools von allen genutzt, oder haben manche Zielgruppen Schwierigkeiten, an diese Info heran zu kommen (Außendienstler / Werker)?

Mitarbeiter wollen nicht nur über aktuelle Belange informiert werden. Auch Anerkennung und das Vermitteln von Wertschätzung dürfen bei einer optimalen internen Kommunikation nicht zu kurz kommen.

Werden die genannten Grundsätze eingehalten und die Kommunikation in einer wertschätzenden Form durchgeführt, orientieren sich alle Unternehmensbeteiligten noch besser an der Lösungssuche.

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