post-title Anerkennung und Lob – Teil 2 https://www.tdt-vs.com/wp-content/uploads/Anerkennung-und-Lob-5.jpg 2017-03-07 09:57:22 yes no Gepostet von: Kategorien: Menschen führen, Wissenswerkstatt

Anerkennung und Lob – Teil 2

Anerkennung und Lob – Teil 2

Welche Möglichkeiten habe ich als Führungskraft?

Wie kann ich, außer durch Worte, meine Wertschätzung gegenüber der Arbeit des Mitarbeiters ausdrücken? Welche Möglichkeiten gibt es, besondere Leistungen anzuerkennen?

Geschenke als Anerkennung

Anerkennung und Lob(Angemessene) Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sie verdeutlichen einem Menschen auch die persönliche Wertschätzung.

Ein Arbeitnehmer, der Herausragendes geleistet und somit dem Unternehmen zu einem attraktiven Auftrag oder Gewinn verholfen hat, erwartet mit Sicherheit eine Anerkennung. Und diese kann über Prämien oder Geschenke unterstützt werden. Aber Vorsicht: Andere Mitarbeiter, die auch an dem Erfolg beteiligt waren, müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Es gibt zahlreiche weitere Geschenkmöglichkeiten die im Rahmen der steuerlichen Regelungen erbracht werden können.

Übertragen Sie Verantwortung

Wenn Sie Verantwortung an eine Person übertragen, bringen Sie dieser Anerkennung entgegen. Schließlich zeugt ein solches Verhalten davon, dass Sie diesem Menschen vertrauen und an seine Fähigkeiten glauben.

Das Übertragen von Verantwortung ist deshalb auch eine Form des Lobes. Nicht nur, weil ein Mehr an Verantwortung häufig auch mit einer Lohn- oder Gehaltserhöhung verbunden ist. In diesem Zusammenhang ist es sogar eine Art der Wertschätzung, die viele Mitarbeiter am meisten motiviert.

Bieten Sie Privilegien

Möchten Sie einem Menschen vermitteln, dass Sie seine Arbeit schätzen, erreichen Sie dies auch mit Privilegien. Die betreffende Person wird das als besondere Art der Wertschätzung verstehen. Für einen Mitarbeiter kann zum Beispiel ein Dienstwagen oder ein eigenes Büro ein Privileg sein.

Irgendetwas zu dürfen oder zu erhalten, was für andere tabu ist, motiviert ungemein und wird als Anerkennung wahrgenommen.

Den guten Willen erkennen und über kleine Fehler hinwegsehen

Es gibt Menschen, die geben sich viel Mühe. Dennoch gelingt das Ziel nicht wie gewünscht, bzw. gefordert. Da gerade Personen, die eine ihnen anvertraute Aufgabe zur vollen Zufriedenheit erfüllen möchten, ein Versagen nur schwer wegstecken können und mitunter frustriert reagieren, ist hier seitens des Vorgesetzten viel Feingefühl gefordert.

Man kann über kleine Fehler hinweg sehen, die Stärken betonen und den Blick für jene Taten schärfen, die einen guten Willen erkennen lassen. Gerade MitarbeiterInnen, die in ihrem Job spitze sind, haben irgendwo anders Defizite. Die Kunst ist es, diese auch ertragen zu können.

Anstatt harscher Kritik ein paar aufbauende Worte, verbunden mit dem Hinweis auf bessere Verhaltensoptionen, wirken auf den bemühten Mitarbeiter wie eine Anerkennung. Der auf diese Weise „Gelobte“ gibt sich mit Sicherheit noch mehr Mühe.

Ein Gemeinschaftserlebnis als Anerkennung

Anerkennung und LobEine Feier, ein Ausflug, ein anderes Gemeinschaftserlebnis oder eine positive Überraschung kann als Lob dienen. Etwas, das es so im Unternehmen noch nicht gab. Diese Art von Anerkennung bietet sich an, wenn es für eine gesamte Abteilung etwas zu feiern gibt, wobei die Mitarbeiter einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. Die nächste Vertriebsbesprechung in Paris, wäre sicher eine gute Idee.

Sonderurlaub und Gehaltserhöhung

Das Gewähren von Sonderurlaub oder einer Gehaltserhöhung wird häufig genutzt, um Anerkennung zu vermitteln. Wer über Jahre hinweg Besonderes geleistet hat und in den meisten Fällen auch lange genug dem Betrieb angehört, hat sich eine Sonderzuwendung verdient. Auch hier gilt es, sowohl die „Lauten“, als auch die „Stillen“ zu bedenken. Sonderurlaub ist sicher die Ausnahme, die vor allem angebracht ist, wenn es darum geht, dem Mitarbeiter etwas Luft zu verschaffen. Jährliche Gehaltsgespräche sollten dazu dienen, sich und dem Mitarbeiter Rechenschaft abzulegen, ob eine Gehaltssteigerung angebracht ist.

Allerdings kann das öffentliche Kundtun auch zu Missstimmung unter der Belegschaft führen. Deshalb ist hier großes Einfühlungsvermögen vom Vorgesetzten gefragt.

Anerkennung als Jahresprämie

Gehaltserhöhungen haben als regelmäßige Belohnung eine Crux: Sie können nicht mehr zurück genommen werden, wenn es dem Unternehmen nicht mehr so gut geht und wenn die Leistung des Mitarbeiters, aus welchen Gründen auch immer, zurückgeht. Auf der anderen Seite sind einzel-Sonder-Zahlungen nicht ohne Schwierigkeiten begründbar. Warum ist ausgerechnet der Vertrieb prämienberechtigt? Leisten nicht alle MitarbeiterInnnen ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg? Sehen wir das Unternehmensgeschehen als Teamplayer-Veranstaltung?

Dann ist zu überlegen, ob man nicht eine Jahresprämie wie bei den Autokonzernen als Anerkennung auslobt. Geht es dem Unternehmen gut, d.h. stimmt der Gewinn, bekommen alle eine bestimmte Prämie.

Urkunden als Zeichen der Anerkennung

Anerkennung und LobUrkunden, Pokale und Orden sind klassische Mittel, um einem Mitarbeiter, der sich auf eine besondere Weise verdient gemacht hat, die ihm gebührende Anerkennung auszudrücken. Diese Art der Auszeichnung ist vor allem im Vereins- und Militärwesen schon lange üblich. Aber auch die Regierung spart an dieser Art der Anerkennung nicht, man denke hierbei beispielsweise an das Bundesverdienstkreuz.

Darüber hinaus gibt es im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich zahlreiche Auszeichnungen und Titel, die die somit bedachten Personen auf eine gewisse Weise „adeln“.

Mittlerweile haben auch schon viele Firmeninhaber den Wert einer solchen Belobigung erkannt. Wer viele Jahre treu dem Unternehmen zur Seite gestanden hat, hat sich mit Sicherheit zumindest eine Urkunde verdient, vielleicht sogar im Rahmen einer kleinen oder auch größeren Feier. Auch Wettbewerbe, wo die Sieger ausgezeichnet werden, können eine gute Stimulanz sein, so etwa die „beste Servicewerkstatt“ oder die „kundenorientierteste Abteilung“.

Der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern

Wertschätzung, d.h. der gute Umgang mit den eigenen Mitarbeitern ist die Basis der Anerkennung. Keine Urkunde, keine Geldgeschenke können diese ersetzen. Deshalb gilt: Der respektvolle und faire Umgang ist eine wesentliche Form der Anerkennung und sollte daher als selbstverständlich gelten.

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